Stand:10.01.2012
Herzlich willkommen bei den Gössemer Musikanten!
Die Gössemer Musikanten

Jahresrückblick 2010
Das Jubiläumsjahr 2010 zum 25-jährigen Bestehen des Musikvereins war sehr ereignisreich. Am 27. Februar 2010 wurde das Jubiläumsjahr von einem Gottesdienst in Gedenken an die Verstorbenen des Musikvereins gefolgt vom Kommersabend, der von den Aschfelder Musikanten umrahmt wurde, eröffnet. Hier wurden alle Gründungsmitglieder, alle bisherigen Dirigenten und Vorstände des Musikvereins, und alle Mitglieder, die dem Verein schon über 20 Jahre die Treue halten geehrt. Der Verein bedankte sich bei dieser Gelegenheit auch bei allen Personen, die sich besonders für den Verein engagiert haben.
Im März folgte dann die Jahreshauptversammlung, die eine bemerkenswerte Teilnahme erfuhr. Am 27. März wurde ein Ehemaligen- und Aktiventreffen veranstaltet, bei dem alle ehemaligen Musikanten und alle Aktiven eingeladen waren. Nachdem sich jeder am großen Buffet gesättigt hatte, musizierten Alt und Jung zusammen, wobei ein gewaltiges Klangvolumen zustande kam. Anschließend wurden Diafilme aus 25 Jahren Musikverein gezeigt. Der Abend klang aus bei gemeinsamen Gesang und Erinnerungen an vergangene Zeiten. Zu später Stunde durften sich alle noch Anwesenden an diversen sehr unterhaltsamen Beiträgen erfreuen.
Am 10. April fand dann das erste Konzert anlässlich des Jubiläums statt. Acapiano waren zu Gast und begeisterten den vollbesetzten Saal der Zehntscheune mit ihrem Gesang und ihrem Humor. Der Abend klang in gemütlichem Beisammensein mit den Sängern von Acapiano aus.
Das traditionelle Maiblasen am 1. Mai war wieder eine gelungene Aktion für die aktiven Musiker. Nachdem man sich in den letzen Jahren immer wieder gefragt hatte, wie oft nun das Mailied an diesem Tag gespielt wird, begann man zu zählen. Jedoch gelang es die vergangenen Jahre nicht, zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen, da bereits nach wenigen Stunden keiner mehr wusste, ob man jetzt bei 30, 31 oder doch gar schon Nummer 32 angekommen war. Des Rätsels Lösung erhielt man in diesem Jahr, nachdem der Nachwuchs eine Strichliste geführt hatte und der ganze Verein erinnern half, die Striche nicht zu vergessen. So wurde das Mailied in diesem Jahr genau 42 Mal gespielt.
Ein weiteres exklusives Konzert folgte am 19. Mai 2010. Robin Huw Bowen, ein Virtuose auf der „Welsh Triple Harp“, reiste aus Wales an und begeisterte rund 100 Zuhörer mit seiner Harfe, die wie ein ganzes Orchester klang.
Auch in Sachen Nachwuchsarbeit kann der Verein für das Jahr 2010 einen großen Erfolg verzeichnen. Nach reichlich Werbung in der Grundschule, der Zeitung und per Mundpropaganda, trafen ca. 25 Kinder beim Schnuppertag am 13. Juni 2010 ein. Während die Eltern mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden, durfte jedes Kind alle Instrumente des Vereins ausprobieren. 13 Kinder entschlossen sich, mit dem Erlernen eines Instrumentes zu beginnen. Nach mehr oder weniger langem Suchen standen dem Musikverein für alle Instrumente professionelle Lehrer zur Verfügung, sodass der Nachwuchs gleich mit dem Unterricht beginnen konnte und sich nicht erst auf Lehrersuche begeben musste. Da die Besetzung der Instrumente recht ausgewogen war, konnte eine Nachwuchsgruppe gegründet werden, in der der Musikernachwuchs zusammen Musizieren kann. Den ersten kleinen Auftritt hatte diese am Sommerfest des Musikvereins, das am 24. und 25. Juli 2010 stattfand. Samstagabend unterhielten „The Winners 2010“, die sich extra für das Jubiläumsfest wieder zu gemeinsamen Proben trafen. Beim Frühschoppen am Sonntag konnte man der Musik der Adelsberger Musikanten lauschen und zum Kaffee gab es dann schließlich den ersten Auftritt der Nachwuchsgruppe mit einem Bodypercussion-Stück. Den Festausklang am Abend umrahmten dann die Eußenheimer Musikanten.
Wie es schon fast Tradition ist, fand auch dieses Jahr wieder ein fränkischer Abend statt. Am 23. Oktober war es soweit und die Besucher konnten sich über Unterhaltung in Mundart sowie über diverse musikalische Beiträge erfreuen.
Abgerundet wurde das Jubiläumsjahr durch das Adventskonzert in der Gössenheimer Kirche, bei dem der Musikverein voller Stolz seinen Nachwuchs präsentierte. Die Nachwuchsgruppe mit ihren 15 Musikern gab ihr erstes instrumentales Stück „Gemeinsam, nicht einsam!“ zum Besten und auch einzelne Nachwuchsmusiker zeigten im Duett- oder Ensemblespiel ihr in so kurzer Zeit erlerntes Können, wofür sie tosenden Applaus ernteten. Auch der Musikverein hatte sich mit den Stücken „Largo“ und „Bergweihnacht“ einiges vorgenommen und konnte nach langem und intensivem Üben das Publikum begeistern.
Den Jahresabschluss vor der Winterpause bildeten die Weihnachtsfeiern. Während die Musikkapelle an der Weihnachtsfeier der Ortsvereine teilnahm, gab es für die Nachwuchsgruppe eine von den Kindern selbst musikalisch umrahmte Feier, bei der genug Zeit zum Plätzchen naschen, Tee trinken, Gespräche, Witze und Spiele war.
Kurzer Überblick über die Geschichte der Gössenheimer Musikanten

Musiziert wird in Gössenheim schon lange Zeit bevor ein Verein gegründet wurde. Wie in anderen Dörfern, so findet man in alten Kirchenrechnungen Aufzeichnungen über Musikanten, die zu kirchlichen Anlässen und wohl auch zu Tanz und Unterhaltung aufspielten.
Unser ältestes Foto stammt aus dem Jahre 1890.

1985 fassten die Gössenheimer Musikanten unter ihrem damaligen Dirigenten Manfred Marold den Beschluss, einen eingetragenen Verein zu gründen.
Die Gründungsversammlung fand am Freitag, den 29.11.1985 im Sitzungssaal der Gemeinde Gössenheim statt. Viele Musikfreunde unterstützten den jungen Verein durch ihre Mitgliedschaft.
An Aufgaben mangelte es nicht. Für die Ausbildung der Nachwuchsmusikanten wurde eine Außenstelle der Städtischen Sing- und Musikschule Karlstadt eingerichtet.
Eine neue fränkische Tracht wurde angeschafft und neben den zahlreichen örtlichen und überörtlichen Auftritten wurde das Gössenheimer Weinfest am Gelände der Firmen Grümbel und Unruh zum Aushängeschild unseres Vereins.
Der erste Proberaum der Gössenheimer Musikanten war das „Musikstüble" in der Schreinerei Hugo Feser, danach probte man im Sportheim, in der FC Halle im Jugendhäusle und lange Jahre in der Grundschule und im Bürgerhaus. Tatkräftig halfen die Musikanten bei der Renovierung der Zehntscheune mit und sind jetzt stolz auf ihren eigenen Proberaum.

Unter unserem jetzigen Vorsitzenden Robert Ammersbach wurde der Fränkische Abend zu einem festen Bestandteil des Gössenheimer Dorf-lebens. Mit unserem Nachwuchs und unserer Dirigentin Christiane Schmidt blicken wir optimistisch in die Zukunft.